Lernräume

 (Schul-)Räume gelten als „dritter Pädagoge“. Sie unterstützen oder behindern die pädagogische Arbeit. Die Gestaltung und Ausstattung der Räume beeinflussen direkt oder indirekt die Qualität schulischen Lernens. Dies betrifft die Räume innerhalb ebenso wie die Räume (bzw. Flächen) außerhalb des Schulgebäudes gleichermaßen.

Ein umfassendes Raumkonzept schließt auch die Umgebung (z.B. den Stadtteil) mit ihren vielfältigen Lernorten und Lerngelegenheiten als „Bildungsraum“ in die konzeptionellen Überlegungen ein.

Insbesondere im Zuge der Ausweitung ganztägigen und inklusiven Lernens findet die Dimension „Raum“ zunehmend Eingang in die Erarbeitung pädagogischer Konzepte – sei es unter dem Stichwort „Lern- und Lebensort Schule“ oder unter dem Stichwort „Barrierearmut“.

Beispielgebend für den Dialog zwischen Pädagogik und Architektur sind insbesondere die als „Phase 0“ bezeichneten strukturierten Prozesse der Mittlung zwischen pädagogischem und baulichem Konzept als einer spezifischen Ausprägung des Wechselverhältnisses zwischen Inhalt und Form.