Praxisbegleitforschung

Die Einführung von Lernsettings oder -arrangements zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern ist eine der zentralen Herausforderungen auf dem Weg zur inklusiven Schule. In "Lernbüros", "Lernwerkstätten" oder im Rahmen von "Individuellen Lernzeiten" erhalten Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, auf der Grundlage individueller Lern- bzw. Förderplanung Basiskompetenzen nach Maßgabe ihrer individuellen Lernentwicklung zu erwerben.

 

In mehreren Begleitstudien wurde die Wirksamkeit der jeweils eingeführten Maßnahmen zur individuellen Förderung evaluiert. Dabei kamen zum einen quantitative Methoden zum Einsatz (Erhebung der Lern-ausgangslagen und der Lernentwicklungen mithilfe standardisierter Tests, Schülerfragebögen zu Selbst-konzepten und zur Unterrichtswahrnehmung), zum anderen qualitative Methoden (leitfadengestützte Gruppeninterviews mit Lehrkräften, Beobachtung der Schüleraktivitäten im Rahmen von Unterrichts-hospitationen). Die Ergebnisse zeigen, dass die Lernwirksamkeit in hohem Maß von der Ausgestaltung der Settings abhängt. Dabei reicht das Spektrum von der Verständlichkeit der Arbeitsaufträge über den Einsatz geeigneter Medien bis hin zu Formen der Überprüfung der Lernergebnisse.